Der Konkurrenzkampf im Klettgau zwischen der «Klettgauer Zeitung» und der «Schaffhauser Landzeitung» ist beendet. Die Herausgeber der beiden Zeitungen haben sich über eine Zusammenarbeit geeinigt. Ab dem 1. Januar 2015 wird nur noch eine Zeitung mit dem Namen «Klettgauer Bote» für den ganzen Klettgau erscheinen.

Die «Klettgauer Zeitung», die erst vor wenigen Jahren von der Meier + Cie. AG übernommen wurde, konnte sich in den vergangenen Jahren im Klettgau nicht durchsetzen. Im Gegenteil: Eine Gemeinde nach der anderen liess nach der Übernahme von der «Klettgauer Zeitung» ab und wählte die «Schaffhauser Landzeitung» als amtliches Publikationsorgan, bis am Ende nur noch Hallau an der Meier-Zeitung festgehalten hat.

Trotz des publizistischen Misserfolgs wird die Meier + Cie. AG Herausgeberin der neuen Zeitung. Thomas Stamm von der Stamm+Co. AG, der die erfolgreichere der beiden Publikationen geführt hatte, wird aber immerhin Verleger des «Klettgauer Boten». Auch die Redaktion und die Produktion sollen ihren Sitz weiterhin in Schleitheim haben, womit die «stark lokal-regionale» Ausrichtung beibehalten werden soll. «Die Redaktion wird getrennt bleiben», betonte Meier-Verleger Norbert Neininger im Interview mit Radio Munot.

Redaktionell soll der «Klettgauer Bote» überparteilich sein, ein Herausgeberrat werde die enge Verbindung zur Klettgauer Wirtschaft, den Behören, den kulturellen Institutionen sowie den Sport- und anderen Vereinen sicherstellen, heisst es. Dem Rat gehören unter anderen Martina Munz und Walter Vogelsanger an.

Mit der Fusion der «Klettgauer Zeitung» und der «Schaffhauser Landzeitung» wird die neue Zeitung das amtliche Publikationsorgan von elf Gemeinden im Streugebiet. Die Zeitung erscheint jeweils dienstags, donnerstags und samstags.

Die Meier + Cie. AG hat mit diesem Schritt die Konsolidierung in der Schaffhauser Medienlandschaft beinahe abgeschlossen. Zumindest die Landzeitungen («Steiner Anzeiger», «Neuhauser Woche», «Klettgauer Bote» und «Thaynger Anzeiger») sind damit komplett in der Hand des Schaffhauser Medienmonopolisten. Noch fehlen im Portfolio die «schaffhauser az» und der «Lappi».

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