Die beliebteste illegale Droge in Schaffhausen ist Cannabis. Doch auch Speed und Kokain liegen im Trend.

Laut Schätzungen werden im globalen Drogenmarkt jährlich 320 Milliarden Dollar umgesetzt. Das entspricht fast einem Prozent des Weltbruttosozialprodukts. ExpertInnen sehen den Krieg gegen den weltweiten Drogenhandel vor dem Scheitern.

Der Markt wächst zwar nicht weiter an, Designerdrogen erfreuen sich aber immer grösserer Beliebtheit und lösen die «klassischen» Drogen zum Teil ab. Jedes Jahr tauchen Dutzende neue Substanzen auf dem Markt auf, eine Kontrolle scheint aussichtslos. Eine besonders gefährliche Droge, Methamphetamin, ist in den USA die beliebteste synthetische Droge. Auch in Deutschland ist diese Droge ein grosses Problem, in der Schweiz hat der Trend aber noch nicht eingeschlagen.

In Schaffhausen, wie auch in der restlichen Schweiz, ist Cannabis mit Abstand die beliebteste illegale Droge. Doch auch der Konsum von Amphetamin (Speed) und Kokain hat hier zugenommen. Kokain ist vor allem in Schweizer Grossstädten beliebt, in Schaffhausen liegt Amphetamin im Trend.

Die Liste der meistkonsumierten Drogen wird von Alkohol angeführt. Jugendliche mögen sich öfter betrinken, die ältere Bevölkerung trinkt aber regelmässiger. Der Unterschied zwischen den Geschlechtern ist gross: Doppelt so viele Männer (17,4%) wie Frauen trinken täglich. Der Vergleich der verschiedenen Sprachregionen zeigt, dass das Tessin mit 23 Prozent den höchsten Anteil an täglich Konsumierenden hat, gefolgt von der Romandie mit 17,7 Prozent. In der Deutschschweiz sind es 10,8 Prozent. Gleichzeitig gibt es bei den TessinerInnen mit 23 Prozent den höchsten Anteil an AbstinenzlerInnen. In der Romandie sind es 20 Prozent, in der Deutschschweiz 15 Prozent.

Der Tabakkonsum nimmt in der Schweiz seit rund zehn Jahren ab. 1992 rauchten noch rund 38 Prozent der Männer und 27 der Frauen. 2012 waren es noch 32 beziehungsweise 24 Prozent.

 

 

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